HoloLens  ist da! Microsoft stellte gestern bei seinem Windows 10 Event sein neustes Produkt vor. Gemunkelt wurde über einen Konkurrenten zum Virtual Reality Headset Oculus Rift. Vorgestellt wurde aber ein ganz anderes Konzept, das aber durchaus beeindruckt.

Microsoft zeigt erstamls seine Augumente Reality Brille HoloLens Microsoft zeigt erstmals seine Augumented Reality Brille HoloLens

Es wurde in den letzten Wochen viel darüber gesprochen und spekuliert. Microsoft solle an einem eigenen Virtual Reality Headset für seine X-Box arbeiten und somit in Konkurrenz zu Oculus und Sony treten. Nun ist die Brille also Wirklichkeit geworden. Allerdings ist das Konzept, das Microsoft nun vorgestellt hat, kein reines Virtual Reality Headset. Es ist eine Brille, die unsere Welt um eine zusätzliche Ebene erweitern und sie nicht ersetzen soll, so wie es die Virtual Reality Brillen tun. Microsofts HoloLens ist daher eher ein Konkurrent zu Google Glass, kommt aber mit einer größeren Reichweite an Möglichkeiten.

Die Nutzung von HoloLens ermöglicht es unsere Umgebung mit virtuellen Objekten zu erweitern. Daher ist HoloLens eigentlich, nicht wie von Microsoft bezeichnet eine Brille für Hologramme, sondern eher eine Brille für Augumented Reality. Es ist in den Visionen von Microsoft zum Beispiel möglich mit HoloLens 3D Modelle virtuell im Raum zu erstellen, virtuelle Fenster oder Fernseher zu erzeugen oder aber an einer Videokonferenz teilzunehmen, bei der die Teilnehmer sich virtuell gegenüber sitzen. Aber auch in der Architektur wäre HoloLens sicher gut zu integrieren. So wäre sie zur Ansicht einer möglichen Neudekorierung eines Wohnraumes sicher gut einsetzbar. Oder um mit mehreren Teilnehmern über ein in den Raum Projeziertes Architektur-Modell zu sprechen, welches dank HoloLens auch gleich noch interaktiv angepasst werden kann.

Die Interaktion mit den virtuellen Objekten erfolgt bei HoloLens über Gesten und Sprache. Eingebaute Kameras in der Brille nehmen die Geesten war, ein Mikrofon sorgt für die Spracherkennung. Die in den Raum projizierten Anwendungen können so bearbeitet oder kontrolliert werden. Und das Millimeter genau. Auf ein zusätzliches Eingabegerät wird bei HoloLens gänzlich verzichtet. Damit hätte Microsoft gegenüber der Konkurrenz von Oculus einen guten Vorsprung. Denn dort wird noch an einer passenden Lösung für das Problem der Navigation ohne Hilfsmittel gearbeitet.

Die Hardware von HoloLens

Zum Betreiben von HoloLens werden drei Prozessoren benötigt. Eine standard Recheneinheit, wie sie in jedem Computer zu finden ist (CPU), sowie eine Recheneinheit für die Grafik (GPU). Zusätzlich ist HoloLens noch mit einer ergänzenden, als Holographic Processing Unit (HPU) betitelten, Recheneinheit ausgestattet. Diese ist verantwortlich für die Einbindung der virtuell erzeugten Objekte in unsere Realität.

Das von Microsoft vorgestellte Konzept ist sehr spannend und bietet tatsächlich eine Menge überzeugender Anwendungsmöglichkeiten. Es bleibt abzuwarten, was davon übrig bleibt, wenn HoloLens 2016 zusammen mit Windows 10 auf dem Markt kommt. So ist es von Microsoft zumindest vorgesehen.

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